Wildtiere sollen nicht mehr im Zirkus zu sehen sein

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Erstaunlicherweise treten in manchmal recht zwielichtig anmutenden Zirkusunternehmen bis heute Wildtiere auf. Tierschützer kritisieren seit Jahren die schlechten Lebensumstände der Zirkustiere. Zwar sei für das Überleben der Tiere durch veterinäre Unterstützung gesorgt, in keinem Falle wäre die Haltung aber artgerecht. Dafür fehle der Auslauf und die natürliche Umgebung.
Die Kritiker finden nun im Bundesrat Gehör. Auf Initiative des Aggrarausschusses, soll ein Verbot der Haltung einer Reihe von Wildtieren in den fahrenden Betrieben veranlasst werden. Zirkusbesitzer sehen in dem Verbot, dass zunächst für Giraffen, Flusspferde, Elefanten, Affen, Großbären und Nashörner gelten soll, das Ende des Zirkus, wie wir ihn bisher kennen. Da das Gesetz offen lässt, welche Wildtierarten als nächstes auf die rote Liste gesetzt werden, befürchten die Anhänger der fahrenden Betriebe, dass für ihre Branche das letzte Stündchen geschlagen habe.
Kritische Stimmen kommen auch aus dem Lager des Berufsverbandes der Tierlehrer. Dieser sieht zwischen einer Haltung im Zoo und einer Haltung im Zirkus keinen unterschied und verweist auf das strenge, bereits geltende Tierschutzgesetz. Dieses sieht vor, dass Tierhalter eine Art Führerschein für exotische Tiere machen müssen, der über die optimale Haltung aufklärt und somit artgerechtes Leben für Tiere garantiert.
Tags: Tierschutz, Verbot, Wildtiere, Zirkus
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