Wenn der Naturschutz absurde Blüten treibt

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Zum Beispiel haben zwei Umweltorganisationen in Kenia Land gekauft, um dort einen Naturpark zu eröffnen. Das klingt soweit gut, das Problem ist, dass angestammte Bewohner_innen verjagt werden. Genauer geht es um den Laikipia-Distrikt Kenias, dort sind viele Wildtiere anzutreffen, aber auch die Samburu-Nomaden, die dort traditionell ihre Heimat haben. Die Menschen leben meist in großer Armut, was durch Dürren in den letzten Jahren noch verschlimmert wurde.
Für jeweils zwei Millionen Dollar haben die Organisationen “The Nature Conservancy (TNC)” und die “African Wildlife Foundation” etwa 70 Quadratkilometer Land in Laikipia gekauft, als Naturschutzgebiet ausgewiesen und an die kenianische Regierung verschenkt. Das Naturschutzgebiet soll künftig den Tourismus ankurbeln, in dem sich die Wildtiere als “Goldesel” für das Land erweisen sollen. 2008 wurden dann die Samburu von der kenianischen Polizei vertrieben. Die menschenrechtsorganisation Survival International berichtete, wie die Dörfer der Samburu niedergebrannt wurden, die Menschen angegriffen und ihre Tiere getötet oder gestohlen wurden. 2010 wurden dann die letzten Samburu aus ihrer Heimat vertrieben. Sie haben alles verloren und siedeln nun am Rand des Naturschutzgebietes oder mussten die Gegend gänzlich verlassen. Sie wohnen in improvisierten Unterschlüpfen und leben in Angst vor den Angriffen durch die Polizei. Bisher gab es keine Entschädigung, kein Polizist wurde bestraft, lediglich wurde ein Teil der gestohlenen Tiere zurück gegeben. Eine Klage der Samubru gegen die Vertreibungen hat bisher noch nicht zum Ende der Gewalt geführt. Der Fall wird immernoch im Parlament diskutiert, bisher allerdings erfolglos. Zumindest hat der Minister für Wildtiere und Wald mittlerweile zugesagt, dass das geplante Naturschutzgebiet nicht eingezäunt werde, solange das Gerichtsverfahren noch läuft.
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