Unesco Welterbeurkunde für deutsche Buchenwälder

© Christian Pedant - Fotolia.com

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Der Mittwoch, der 16.11.2011, war nicht irgendein Tag, sondern ein ganz besonderer für den Naturschutz in Deutschland: Denn Norbert Röttgen nahm an diesem Tag die UNESCO Welterbe-Urkunde für die deutschen Buchenwälder entgegen. Überreicht wurde die Urkunde während eines feierlichen Festaktes in der Hauptstadt Berlin von dem derzeitigen Direktor des UNESCO Welterbezentrums, Kishore Rao. Auch Repräsentanten der geehrten Bundesländer und von Partnerstaaten wie der Slowakei und Ukraine waren dabei. In der Rede des Bundesumweltministers stellte dieser die deutschen Buchenwälder auf eine Stufe mit berühmten Nationalparks und Naturstätten wie dem Yellowstone Nationalpark, den Viktoria-Wasserfällen oder den Galapagos Inseln. Er verwies auch auf die Verpflichtung aus dem Welterbestatus, den Bestand dieser Buchenwälder nun noch intensiver zu schützen und für kommende Generationen zu erhalten.

Erst Anfang des vergangenen Jahres hatte sich Deutschland um eine Aufnahme besonders alter Buchenwälder in die angesehene UNESCO Liste bemüht, bereits am 25. Juni 2011 stimmte die UNESCO zu – ziemlich schnell für eine Organisation, bei der jeden Tag wahrscheinlich mehrere Anträge eingehen. Der Nationalpark Jasmund und das Serrahn im Müritz-Nationalpark, beide in Mecklenburg-Vorpommern, das Grumsins im ohnehin schon UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg, der Nationalpark Hainich in Thüringen und der Kellerwald-Edersee Nationalpark in Hessen wurden in die Liste aufgenommen. Sie sind die wertvollsten Ansammlungen großflächiger und recht autarker Buchenwälder in Deutschland.

Diese Auszeichnung ist die dritte von der UNESCO akzeptierte Weltnaturerbe-Stätte in Deutschland – Weltkulturerbe-Stätten gibt es dagegen wie Sand am Meer in der Bundesrepublik. 1995 wurde die Fossilienfundstätte Grube Messel als Naturerbe eingeschrieben, 2009 folgte das Wattenmeer. Vielleicht sehen sie nun beim nächsten Waldspaziergang die Buchen ein bisschen anders an – wenn diese für manch einen Besucher genauso spektakulär und wertvoll wie die Viktoria-Wasserfälle sein sollen?

 

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