Gorillas im kongolesischen Regenwald

Gorillas © erwinf - Fotolia.com

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Die weitläufigen Regenwälder im Norden des Kongos sind die Heimat der Flachland-Gorillas. Doch immer mehr dieser Primaten werden aus ihren Wäldern vertrieben – Holzfäller schlagen rücksichtslos und meist für Industriestaaten schönes Tropenholz, auf denen eben noch vergnügte Gorillas gespielt haben. Doch dieser Konflikt zwischen wirtschaftlichen und tierischen oder Interessen im Namen des Umweltschutzes konnte zumindest im Kongobecken gelöst werden: Dank des weltweiten Protestes von Umweltorganisationen und kritischen Konsumenten, die den Dschungel nicht für ihren neuen Beistelltisch zerstört sehen wollen.

Das schweizerische Holz-Unternehmen Industrie Forestiére d’Ouesso, kurz IFO, etwa möchte vormachen, wie verträglich Tropenholz geschlagen werden kann: Sie arbeiten nun nach einem verbindlichen und wissenschaftlich entworfenen Management-Plan. Dieser sieht vor, dass auf einer Fläche von zwei Fußballfeldern nur etwa ein Baum geschlagen wird. Bevor eine solche Zone dran ist, gibt es aber Präventivmaßnahmen: Ein Team von zwölf Leuten marschiert durch den Dschungel, macht sich Notizen, zählt die Bäume und gibt jedem eine Nummer. Tausende von Bäumen werden so in jeder Woche vermessen.

Diese Informationen werden dann im Büro ausgewertet: Welchen Baum darf ich nach dem kongolesischen Forstgesetz überhaupt fällen? Dieses macht genaue Vorgaben: Es gibt Mindest-, aber auch Maximal-Maße eines Baums, Pufferzonen rund um Feuchtgebiete und Bäche von 30 Metern müssen eingehalten werden. Rund ein Viertel des Regenwaldes im Kongo ist so für Holzfäller tabu – jedenfalls offiziell.

Diese Maßnahmen schützen vor allem auch Flachland-Gorillas. Rund 36.000 davon leben auf dem Gebiet der IFO, etwa ein Drittel aller Gorillas in Zentralafrika. Beides kann hier friedlich nebeneinander existieren: Ökologie und Ökonomie, die 36.000 Menschenaffen und 1.000 Angestellen der Holzfirma. So trägt Holz von IFO auch das FSC-Siegel, dass der unabhängige Welt-Forstrat an Holzfirmen verteilt, die sich an strenge Auflagen halten. Sieben weitere Firmen im Kongobecken dürfen dieses Siegel tragen, insgesamt auf 4,5 Millionen Hektar Fläche funktioniert das Nebeneinander von Mensch und Tier bereits. Doch das ist immer noch ein viel zu kleiner Teil – sorgen sie mit dem Kauf von Tropenholz aus Wäldern, in denen Gorillas eine Zukunft haben, dafür, dass dieser Teil weiter wächst!

 

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