Die rollende Waldschule

Lernen in der Natur, Foto: santasapnia_flickr

Lernen in der Natur, Foto: santasapnia_flickr

Kinder und Natur, was früher zu jedem Alltag des Kindes dazugehört hat, ist selten geworden. Kinder, die im Wald spielen und Füchse sichten, Vögel beobachten und sich an den Pflanzen und Blumen erfreuen, gehören nicht mehr zum Alltagsbild. Diese Art von natürlichen Spielplätzen gibt es kaum noch. Familien wohnen oftmals nicht mehr am Waldrand. Ob Großstadt- oder Kleinstadtkinder, die Natur ist ihnen meistens unbekannt. Wenn, dann sehen sie sie allerhöchstens am Wochenende und oftmals wissen viele Kinder gar nicht mehr, wie Tiere im Wald aussehen. Kurze Spaziergänge mit den Eltern im Wald bringen nicht viel. Meistens erblicken die Kinder überhaupt keine Tiere mehr im Wald, weil den Eltern nicht bewusst ist, wie sie sich zu benehmen haben, damit Wildtiere sich in die Nähe des Menschen trauen.

Vor einigen Jahren kam dann die Abhilfe, die Waldschule. Der Verein ‘Förderverein Lernort Natur’ fährt mit zahlreichen ausgestopften Tieren zu den Kindern und versucht ihnen die Natur näher zu bringen. Sie zeigen ihnen die Wildtiere und klären sie auf. Ob Fuchs, Reh, Wildschein oder Vogel, die Lehrer der Waldschule haben alles mit an Bord. In erster Linie geht es den freiwilligen Lehrern darum, den Kindern ein vernünftiges Verhalten den Tieren gegenüber beizubringen. Der Initiator der Waldschule gestaltet den Besuch für die Kinder spannend und spielend.

Bleibt einzig die Frage, ob ein ausgestopftes Tier tatsächlich das Gefühl rüberbringen kann, wie ein Tier lebt, denkt und fühlt.

Diese Entwicklung sollte zu denken geben. Während vor 20 Jahren die Natur zum Leben des Menschen dazugehört hat, ist es nur noch ein seltenes Erlebnis geworden. Die Praxis in Form von toten und ausgestopften Tieren ist kein Zustand. Ein Anfang, aber keine Lösung.

 

Tags: , ,

Kommentare

Keine Kommentare bis jetzt.

  • Hinterlasse eine Nachricht
     
    Your gravatar
    Dein Name