Das Yasuní-Projekt
Regenwald in Ecuador, Foto: der aus peru_flickr
Die Initiative ist bisher eine einmalige, vom Präsidenten Ecuadors selbst entwickelt. Die Ermahnung wurde ausgesprochen, da Entwicklungsminister Niebel im letzten Jahr die Unterstützung des Treuhandfonds von deutscher Seite, absagte. Bis dahin war man im Bundestag jedoch begeistert und es fand sich sogar eine überfraktionelle Mehrheit, die das Projekt unterstützen wollte. Die Absage jedoch erfolgte wegen „grundsätzlicher Bedenken“.
Die bedeutende Rolle unseres Landes für diese Initiative wird deutlich, als sich nun auch der UNO-Generalsekretär einschaltet. Die deutsche Meinung bei Klimaschutzfragen wiegt schwer in der internationalen Politik. Ban Ki Moon lud im September zu einem Spitzentreffen in New York ein, man kündigte jedoch durch den Regierungssprecher an, dass Angela Merkel daran nicht teilnehmen würde, weil ihre Anwesenheit aufgrund der europapolitischen Schwierigkeiten und des Besuchs der Papstes in Deutschland gefragt wäre.
Auf Seiten der Regierung stellte man klar, dass sich zwar weiterhin für deutsch-ecuadorianische Entwicklungsprojekte für den Klimaschutz im Yasuní-Nationalpark einsetzen, aber nicht in den Fonds einzahlen wolle. Es seien die Mittel, nicht die Ziele, mit denen man nicht übereinstimme. Von der Opposition hagelt es dafür Kritik. Statt zu warten, bis die Zeit zur Rettung des Yasuní abgelaufen ist, solle Deutschland Führungsqualitäten zeigen.
Correa sagte bereits 2007 zu, das unerschlossene Ölvorkommen über zehn Jahre hinweg nicht anzurühren, unter der Bedingung, das die internationale Gemeinschaft die Hälfte aller möglichen Einnahmen ersetzt. Dabei handelt es sich um ca. 3,6 Milliarden Dollar, die Ecuador laut Correa für die wirtschaftliche Entwicklung brauche.
Tags: Bundesregierung, Ölförderung, Regenwald, Yasuni
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