Welpen © fotowebbox - Fotolia.com
Unglaublich aber wahr. In der Tierhandlung “Zoo Zajac” in Duisburg werden Welpen hinter der Ladentheke verkauft. So kann man sich direkt, wie beim Kauf eines Brotes, entscheiden und einen Hund ordern. Die kleinen Hunde warten hinter einer Glasscheibe auf die neuen Besitzer und werden wie ein Stück Fleisch verscherbelt. Die Zoohandlung ist die erste Deutschlandweit, die ein derartiges Geschäft aus dem Verkauf von Hunden macht.
Seit Jahren werden in der Zoohandlung Eichhörnchen, Krokodile und sogar Nasenbären auf diese Art und Weise verkauft, nun auch Hunde. Für 800.000 Euro ließ der Besitzer des Ladens eine Art Zelle, von 600 Quadratmetern, für die Hunde bauen. Seit letzten Freitag sind schon einige Welpen für ca. 800 bis 900 Euro verkauft worden und die Nachfrage steigt. Wie bei jedem “Produkt” stellt auch Norbert Zajac, der Besitzer des Geschäfts eine Garantie. Für die Welpen gibt es eine 14 tägige Gesundheitsgarantie. So können Käufer den Welpen innerhalb dieser Zeit wieder zurückgeben, sollte dieser erkranken. Die Zoohandlung hat ebenso drei Tierärzte eingestellt, die kostenlos die Welpen verarzten, sollten diese innerhalb der Garantiezeit krank werden.
Tierschützer gehen auf die Barrikaden. Zwar ist dieses Geschäft nicht verboten, doch vielen Menschen geht das zu weit. Bislang konnte man einen Welpen beim Züchter selbst erwerben. Auch der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. ist gegen den Verkauf von Welpen in einem Zoogeschäft. Doch das interessiert Norbert Zajak nicht. Er möchte in diesem Jahr mindestens 1.000 Welpen verkaufen. Und an dieses Geschäftsprinzip glaubt er felsenfest.
Auf Nachfragen, woher die Welpen kommen würden, sagt Zajac, er kaufe die Welpen über deutsche Züchter. Die Leiterin der Vier-Pfoten-Kampagne, Birgitt Thiesmann, spricht sich gegen den Handel der Welpen in einem Zoogeschäft aus. Ihrer Meinung nach betreibt Herr Zajac einen unseriösen Hundehandel.
Weitere Organisationen werden in den kommenden Tagen gegen den Handel protestieren.









